Editors Tour – Tickets

Editors Tour - Tickets

Editors Violence Tour 2018 Deutschland 16.11.18 – 02.12.18


EventStadtDatum
EditorsBREMEN
Pier 2
Fr, 16.11.18
20:00 Uhr
Tickets ab € 43,70
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EditorsERFURT
Stadtgarten Erfurt
Sa, 17.11.18
20:30 Uhr
Tickets ab € 43,95
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EditorsDORTMUND
Warsteiner Music Hall
So, 18.11.18
19:30 Uhr
Tickets ab € 45,55
  Tickets
EditorsSTUTTGART
Liederhalle Beethovensaal
Di, 20.11.18
20:00 Uhr
Tickets ab € 43,95
Tickets
EditorsFRANKFURT
Batschkapp
Mi, 21.11.18
20:00 Uhr
Tickets ab € 45,55
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EditorsERLANGEN
E-Werk Erlangen
Do, 22.11.18
20:00 Uhr
Tickets ab € 43,80
Tickets
EditorsLINZ
POSTHOF Großer Saal
Mi, 28.11.18
20:00 Uhr
Tickets ab € 45,90
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EditorsPRATTELN
Z7 Konzertfabrik
So, 02.12.18
20:00 Uhr
Tickets ab € 57,30
  Tickets

Tour – Info

Die Redakteure sind zurück und freuen sich wieder über neue Songs und tiefgründige Texte!

Tom Smith singt von den Herausgebern auf ihrem Debütalbum „The Back Room“ (2005) im Song „Fall“ und drückt das Bedürfnis einer ganzen Generation von Teenagern aus: Das musst du selbst herausfinden! Der Begriff „Juggernaut“, der in dem Lied verwendet wird, ist ein metaphorischer Ausdruck aus dem Englischen, der auf die koloniale Vergangenheit Großbritanniens anspielt. Denn das Wort Ursprung liegt bei dem riesigen, viele Tonnen schweren Prozessionswagen (genannt Rötha), der während einer bestimmten Hindu-Prozession zu Ehren des Gottes Jagannatha in Indien durch die Straßen gezogen wird. Das Problem dabei ist, dass die tonnenschweren Autos aufgrund ihres Eigengewichts eine Eigendynamik entwickeln, die – einmal gestartet – nicht mehr aufzuhalten ist. Eine passende Metapher für den Erfolg der Band, die sich in den nächsten zehn Jahren seit ihrem Debüt etablierte? Oder nur eine Metapher für die Millenium-Angst?

Post-Punk, Synth-Balladen und Indie-Pop-Dancefloor haben die Männer um Tom Smith in ihrem kernigen Repertoire seit der Jahrtausendwende im Gepäck und haben seither stetig wachsende Hallen in Ehrfurcht erstarrt. Die ursprüngliche Besetzung – Tom Smith, Chris Urbanowicz, Russell Leetchund und Geraint Owen – trafen sich an der Staffordshire University zwischen Liverpool und Birmingham und machten das Gebiet unter verschiedenen Namen unsicher (The Pride, Pilot, Snowfield, etc.). Owen wurde dann von Ed Lay ersetzt, und die Band zog 2003 nach Birmingham. Kitchenware Records gab ihnen 2004 ihren ersten Vertrag und sie fingen an, sich selbst „Redakteure“ zu nennen – ohne den bestimmten Artikel „The“.

Die Debut-Single „Bullets“, die 2005 auf den Markt kam, wie Granaten und alternative Radiosender machten die Single zu einem der am meisten gespielten Songs. Das zweite Album „An End Has a Start“ erschien 2007 und die erste Single hatte den sehr lustigen Titel „Smokers Outside the Hospital Doors“. Das dritte Album „In This Light and On This Evening“ wurde am 9. Oktober 2009 veröffentlicht. Alle zwei Jahre ein Album? Ganz und gar nicht. Denn Gitarrist und Keyboarder Chris Urbanowicz vereitelte sie, als er im April 2012 die Band verließ. Justin Lockey konnte Urbanwicz als Gitarrist ablösen und Elliott Williams am Keyboard / Synthesizer kam später auch dazu. Die Arbeit am vierten Album „The Weight Of Your Love“ begann 2012 in Nashville und erschien ein Jahr später mit elf neuen Tracks. Für ihr darauffolgendes fünftes Album organisierten sie eine Schnitzeljagd in Schottland, die zur Veröffentlichung von „In Dream“ führte. Mit dem aktuellen Longplayer „Violence“ werden die Redakteure im Frühjahr 2018 wieder deutliche Spuren im Wave-Pop-Universum hinterlassen. Der eingefleischte Fan kann aufatmen.

Die Leute sagten ihm oft, dass er kein trauriger Typ sei, obwohl er so viele traurige Lieder geschrieben habe, sagt Smith in einem Interview und er antwortete: „Ich bin nicht … Ich denke nicht, dass du traurig sein musst trauriges Lied, jeder hat eine dunkle Seite. „Das beschreibt wohl auch treffend die musikalischen Einflüsse und Stimmungen der Herausgeber. Wenn Sie The Killers, Interpol oder Joy Division mögen, werden Sie sich bei den Redakteuren sehr wohl fühlen. Sogar Einflüsse von Madrugada oder Echo & The Bunnymen sind hörbar. Die Band hat auch eine soziale Ausstrahlung, da sie die Hilfsorganisation Oxfam unterstützt, indem sie Oxfam-Mitarbeiter für ihre Konzerte auf den Editoren bewirbt. Im Gegenzug wurde es in ausgewählten Oxfam-Stores in Großbritannien, Belgien und Deutschland auf 300 Stück LP-Testdruck der neuen Single „Marching Orders“ limitiert. Social Engagement oder Marketing Gag?


Editors Konzert Bewertungen

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Editors Entwicklungsgeschichte

Editors sind eine britische Indie-Rock-Band mit deutlichen Anleihen im New-Wave- und Post-Punk-Spektrum.

Geschichte

Die Anfänge der Band gehen auf das Jahr 2000 zurück: Die ursprüngliche Besetzung – Tom Smith, Chris Urbanowicz, Russell Leetch und Geraint Owen – nannte sich zunächst Pilot. Kennengelernt hatten sie sich an der Staffordshire Universität im Kurs Music Technology. Nach diversen Namensänderungen, dem Ausscheiden Owens und mit dem „Neuzugang“ Ed Lay beendeten die Bandmitglieder 2003 ihr Studium und zogen nach Birmingham. 2004 unterzeichneten sie einen Vertrag bei Kitchenware Records und nannten sich fortan Editors.

Im Januar 2005 erschien die Debütsingle Bullets, mit der sie auf Anhieb die britischen Singlecharts erreichten. Auf alternativen Radiostationen wurde die Single zu einem der meistgespielten Songs. Mit ihrer zweiten Single bestätigte die Band diesen Erfolg.

Das zweite Album An End Has a Start erschien am 22. Juni 2007, die erste Singleauskopplung war Smokers Outside the Hospital Doors. Am 9. Oktober 2009 folgte das dritte Album In This Light and on This Evening.

In einem BBC-Interview gab die Band zu Protokoll, dass bereits erste Demos für ein weiteres Album existierten und die Arbeit daran nach dem Berlin Festival 2010 begonnen werden könne.

Im April 2012 stieg Gitarrist und Keyboarder Chris Urbanowicz aus der Band aus. Diese Entscheidung sei mit Blick auf die zukünftige musikalische Ausrichtung und mit großer Schwermut getroffen worden. Die geplanten Festivals für 2012 wurden aber nicht abgesagt. Stattdessen stießen Justin Lockey als Gitarrist und Elliott Williams (überwiegend Keyboard/Synthesizer, bei Konzerten 2014 zeitweise vertreten durch Nick Willes) zur Band. Als Feuertaufe für die neue Besetzung gilt der Auftritt beim belgischen Festival Rock Werchter im Sommer 2012. Gemeinsam setzte man in Nashville die Arbeit am vierten Album fort.

Zum 7. Mai 2013 begann der Vorverkauf für das vierte Album The Weight of Your Love, das im Juli 2013 als CD, Vinyl und MP3-Download mit elf neuen Tracks veröffentlicht wurde.

Im Oktober 2014 zog sich die Band nach Schottland zurück, um am fünften Album zu arbeiten. Unter dem Stichwort „E5“ hielt sie ihre Fans mit Fotos oder kleinen Videos über soziale Netzwerke auf dem Laufenden. Im April 2015 veranstaltete die Band mit ihren Fans auf diese Weise eine Art Schnitzeljagd im Netz: Es wurde angekündigt, ein Titel des neuen Albums sei auf einer CD „out there“ versteckt worden. Ein Fan fand drei Tage später den Song „No Harm“ als Hidden Track auf einem aktuellen PIAS-Sampler und stellte ihn bei YouTube ein.

Diskografie

Alben


JahrTitelChartplatzierungenAnmerkungen
Deutschland DEÖsterreich ATSchweiz CHVereinigtes Königreich UKVereinigte Staaten US
2005The Back Room2 Platin
(50 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Juli 2005
2007An End Has a Start24
(4 Wo.)
31
(4 Wo.)
1 Platin
(40 Wo.)
117
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Juni 2007
2009In This Light and on This Evening8
(5 Wo.)
50
(3 Wo.)
12
(4 Wo.)
1 Gold
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Oktober 2009
2013The Weight of Your Love4
(8 Wo.)
10
(3 Wo.)
4
(9 Wo.)
6
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Juni 2013
2015In Dream11
(3 Wo.)
15
(2 Wo.)
7
(3 Wo.)
5
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 2015
Doppel-CD
2018Violence6
(4 Wo.)
6
(3 Wo.)
10
(3 Wo.)
6
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. März 2018

Singles


JahrTitel
Album
ChartplatzierungenAnmerkungen
Deutschland DEÖsterreich ATSchweiz CHVereinigtes Königreich UKVereinigte Staaten US
2005Bullets
The Back Room
27
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Januar 2005
Wiederveröffentlichung: 26. September 2005
Munich
The Back Room
10
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. April 2005
Wiederveröffentlichung: 2. Januar 2006
Blood
The Back Room
18
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Juli 2005
Wiederveröffentlichung: 19. Juni 2006
2006All Sparks
The Back Room
82
(3 Wo.)
21
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. März 2006
2007Smokers Outside the Hospital Doors
An End Has a Start
7
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Juni 2007
An End Has a Start
An End Has a Start
88
(1 Wo.)
27
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. September 2007
The Racing Rats
An End Has a Start
26
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. November 2007
2008Push Your Head Towards the Air
An End Has a Start
Erstveröffentlichung: 3. März 2008
Bones
An End Has a Start
Erstveröffentlichung: 2. Juni 2008
Download Single
2009Papillon
In This Light and on This Evening
43
(7 Wo.)
44
(4 Wo.)
52
(4 Wo.)
23
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Oktober 2009
2010You Don’t Know Love
In This Light and on This Evening
Erstveröffentlichung: 25. Januar 2010
Last DayErstveröffentlichung: 17. April 2010
Limited Single
Eat Raw Meat = Blood Drool
In This Light and on This Evening
Erstveröffentlichung: 24. Mai 2010
No Sound But the WindErstveröffentlichung: 26. Juli 2010
Live at Rock Werchter 2010
2013A Ton of Love
The Weight of Your Love
Erstveröffentlichung: 24. Juni 2013

Quelle Wikipedia



Editors im Interview

„Wir fürchten uns nicht davor, Popsongs zu schreiben.“

 

Tom Smith & Chris Urbanowicz
FM5: Euer erstes Album trägt den Titel ”The Back Room”, warum?
 
Tom Smith: Als wir das Album aufgenommen haben, entwickelte sich ein Song mit dem Titel “Camera” durch die Aufnahme zu mehr, als er jemals davor war, worauf wir sehr stolz waren. Und der Text “the back room” stammt von diesem Song, den wir zum Mittelpunkt des Albums machten, es fühlte sich einfach richtig an, das zu tun. Innerhalb des Songs ist damit ein Platz gemeint, wo du Dinge verstaust, Dinge, die du wahrscheinlich nicht sehen kannst/willst, seien sie reell oder unwirklich.
FM5: “The Back Room”, ist das ein dunkler Raum, ist es ein Platz zum entspannen,…?
 
Tom Smith: Du kannst dort machen, was Du willst. (lacht).
Chris Urbanowicz: Dort verstauen wir all unsere miesen Haarschnitte, miesen Platten, schrecklichen Kleider, Exfreundinnen,… das ist der Ort, wo die alle leben. (beide lachen)
FM5: Wie entstehen eure Songs?
 
Tom Smith: Die Basics der Songs, die Texte und Grundakkorde schreibe ich mit Akustikgitarre. Dann übermittle ich das an die anderen drei Jungs, und alle geben ihre eigenen Ideen dazu, die wir versuchen, zu einem Editors-Song zu kombinieren. So, die Musik stammt von uns allen, die Texte sind von mir.
Chris Urbanowicz: Wir haben alle zusammen gelebt, als wir das Album aufgenommen haben. Das war fein, alle arbeiteten an Teilen des Songs in verschiedenen Räumen. Du bist den Korridor entlang geschritten und hast gehört, wie Russel (Leetch, Anm.) seine Basslinie einspielt, woraus Du selbst wiederum eine Idee entwickelt hast, an der du dann weitergearbeitet hast.
FM5: Eure Songs sind düster und traurig, seid ihr im normalen Leben auch eher traurige, melancholische Menschen?
 
Tom Smith: Abseits der Bühne sind wir ziemlich normale Menschen. Ich weiß nicht, warum Leute traurige Songs und traurige Filme mögen und sich damit verbunden fühlen und davon berührt werden. Ich denke, der Tenor unserer Musik ist düster, aber es gibt sehr viel Optimismus in den Texten und viele Melodien in den Songs. Wir fürchten uns nicht davor, Popsongs zu schreiben. Ich denke, dass wir lange nicht so düster sind, wie viele andere Bands da draußen, wir singen nicht “I want to die, this life´s terrible”. Ich singe über Dinge, die jeden berühren.
Chris Urbanowicz: Ich denke, dass unserer Musik mehr eine Art Aggression anhaftet, denn Düsternis. Auch wenn das vielleicht Hand in Hand geht, ist niemand von uns im Normalleben so. Es ist nicht so, dass wir keine andere Art von Songs schreiben können, wir haben kein Manifest, dem wir folgen. Dunkle und düstere Songs zu schreiben ist vielleicht das, was herausgekommen ist. Aber der Fakt, dass wir uns bemühen, möglichst viel Melodien hineinzubekommen und versuchen, Popalben zu schreiben, ich denke, dass dadurch die dunklen Elemente vermindert werden.
Tom Smith: Wir wollen mit unserer Musik Leute berühren, sei es körperliche Berührung, tanzen, herumspringen, oder emotionale Berührung. Über die großen Dinge des Lebens zu singen, dadurch wollen wir es erreichen.
FM5: Man kann also sagen, Musik für verschiedene Situationen, Dancemusic, die gleichzeitig melancholisch ist?
 
Tom Smith: Ja, das versuchen wir, “to marry the two is very interesting for us.”
Chris Urbanowicz: Das ist sowieso das, was ein Album tun soll. Es soll die Hörer auf eine Reise mitnehmen, durch verschiedene Emotionen und Gefühlszustände, der eine Song kann zum Tanzen animieren, der andere zum Nachdenken…
Tom Smith: Oder vielleicht beides zugleich. Songs über die Zerbrechlichkeit der Menschen, zu denen man gleichzeitig tanzen will, wie z.B. „Munich“, das finde ich sehr interessant.
FM5: Dazu gleich eine Frage, warum heißt der Song “Munich” ausgerechnet “Munich” und nicht etwa Birmingham oder Wien?
Beide (lachend): Birmingham?
Tom Smith: Der Prozess der Namensgebung der Songs geht normalerweise aus den Texten hervor. Wenn wir einen Song geschrieben haben, ist aber manchmal kein logischer Titel vorhanden. Nach einer Weile verschwimmt das, was hinter dem Song steht, die Bedeutung des Textes verschwindet. Also es gibt keinen wirklichen Grund, warum der Song “Munich” heißt. Ich könnte sagen, dass ich den Song in einem Bordell in München geschrieben habe, aber das habe ich nicht.
Wart ihr jemals in München?
Tom Smith: Nein, wir werden, glaube ich, im Oktober oder November hinfahren. Ich denke, es ist einfach ein großartiger Titel für einen Song. (lacht)
FM5: (zu Tom Smith) Ich bewundere deine Stimme, sie klingt sehr voll und ausgereift. Hattest Du eine Gesangsausbildung?
Tom Smith: Nicht wirklich. Als ich anfing, Musik zu hören, Songs zu schreiben und zu singen – in meinem Schlafzimmer – hörte ich Dinge wie Jeff Buckley und Radiohead, und ich kann nicht singen, wie die. Ich hab´s versucht, aber ich kann es nicht, ich habe nicht den Stimmumfang. Weißt du, jedem wurde eine bestimmte Stimme gegeben. Jedes Mal, wenn ich lernte, meine Stimme zu gebrauchen und bis an meine Grenzen sang, bemerkte ich, dass meine Stimme diesen Baritonbereich umfasst. Ich weiß nicht warum, es ist einfach so. Also wurden einige Sachen etwas tiefer, als ich sie ursprünglich geschrieben habe. Aber… (leicht verlegen) aber es ist großartig, dass dir die Stimme gefällt, das ist sehr nett von dir, vielen Dank, aber sie ist das, was mir gegeben wurde, und ich versuche, das Beste daraus zu machen. (lächelt) Aber ich würde gerne mal Gesangsstunden haben…
FM5: Deine Stimme erinnert auch ein wenig an Nick Cave, aber der ist bereits um die 50?
(beide lachen) Tom Smith: Ja, wer weiß, wie meine Stimme klingt, wenn ich 50 bin.
Chris Urbanowicz: “Darker than Nick Cave”. (beide lachen)
FM5: Einige Musikkritiker vergleichen euch mit Bands wie Joy Division, Echo & The Bunnymen and Interpol, ist das ein gerechtfertigter Vergleich?
Chris Urbanowicz: Das ist mittlerweile ein „Klassiker“, jeder ist der nächste “anyone”. Das ist etwas, das die Presse einsetzt, um mehr Magazine zu verkaufen, indem sie fragt, „wer sind die nächsten Interpol, die nächsten Joy Division, die nächsten Velvet Underground?”, und so weiter. Man wird einfach mit anderen Bands verglichen. Interpol sind eine großartige Band, wir sind auch große Echo & The Bunnymen Fans. Aber ich denke, dass wir in eine andere Richtung gehen als diese Bands. Deren Songs bauen sehr auf Stimmungen und Dynamik auf, während wir versuchen, etwas melodischer zu klingen und mehr “Pop-Hooks” zu integrieren und es den Leuten zugänglicher zu machen. Außerdem haben wir mehr Dancefloor-Elemente, zu denen man leichter tanzen kann.
FM5: In einem Interview habe ich gelesen, dass einige Leute euch als “The” Editors bezeichnen…
Tom Smith: (lacht) Der Name unserer Band ist  Editors. Aber uns ist es egal, wenn´s die Leute richtig sagen, fein. Wenn sie sagen „The“ Editors werden wir ihnen auch nicht an die Gurgel springen. Außer wir sind schlechter Stimmung. (lacht)
Chris Urbanowicz: Es war unsere Schuld, es war eine bewusste Entscheidung, wenn auch eine schwierige. Wir mochten Editors und „The“ Editors, aber nannten uns Editors, wie Pixies oder Doves. Der lustigste Moment war, als wir 22. wurden auf „MTV2´s Greatest Bands Beginning With The”. (beide lachen)
FM5: Gerade haben wir von Interpol, etc. gesprochen. Was denken denn die Editors selbst, von welchen Bands sie beeinflusst wurden, gibt es Lieblingsbands oder musikalische Vorbilder?
Chris Urbanowicz: Dazu haben wir erst kürzlich reflektiert. Als wir anfingen, gemeinsam Musik zu machen, haben wir vor allem zwei Platten gehört, das erste Strokes- und das erste Elbow-Album. Die Popsensibilität der Strokes, sie haben Rock´n Roll wieder aufregend gemacht, was die Musikindustrie dringend nötig hatte, “a kick in the ass”, und Elbow machten einfach diese wunderschönen, (textlich) anspruchsvollen und dynamischen Melodien. Eine der Kriterien für unsere Band war, ein Album zu kreieren, das unglaublich wird, düster, aber mit Pophooks und Melodien, also denke ich, diese zwei Bands waren unsere Haupteinflüsse.
Tom Smith: Wir haben begonnen, Gitarrenmusik zu machen und Bands zu gründen wegen Oasis und Blur im Jahre 1994. Und als diese Bands die Britpop-Szene in Großbritannien sprengten, das war unglaublich. Diese Musik war überall, in den Nachrichten, in der Kultur, Politik, Mode. Das war unser Ansporn, Rock´n Roll eben.
Interview: Stephan Brückler / Marco Weise

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